Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung: Stipendien für gefährdeten Forschende

Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete WissenschaftlerInnen im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Bis zum 29. Februar 2020 können gefährdete Forschende für die nächsten Ausschreibung nominiert werden.

Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für Forschungsaufenthalte an gefährdete Forscherinnen und Forscher. Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Andrew W. Mellon Foundation, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, den Stifterverband sowie die Stiftung Mercator.

Bisher konnten über das Programm mehr als 180 gefährdete Forschende aus z.B. der Türkei, Syrien oder dem Iran ihre Forschung in Deutschland fortführen. Der erste Stipendiat der TUM konnte 2017 seinen Forschungsaufenthalt beginnen, 2019 wurde ein weiteres Stipendium für einen türkischen Forscher eingeworben, der nun für zwei Jahre an der TUM forschen kann.

Die TUM hat sich 2016 bereits erfolgreich mit einem Betreuungskonzept als aufnehmende Einrichtung beworben, sodass bei Neuanträgen auf einem vorhandenen zentralen Unterstützungskonzept aufgebaut werden kann. Die Antragstellung läuft in Abstimmung mit den TUM-ProfessorInnen und in Kooperation mit weiteren TUM-Institutionen zentral über TUM ForTe.

Ausschreibung für die 7. Runde

Aktuell kann die TUM wieder Forschende für Vollstipendien für zwei Jahre nominieren, die Antragstellung ist bis zum 29 Feburar 2020 möglich. Voraussetzungen für eine Bewerbung sind:

  • Die Aufnahme durch eine/n TUM-ProfessorIn 
  • Der Forschende muss über eine Promotion oder einen vergleichbaren akademischen Grad verfügen und darf sich zum Zeitpunkt der Antragstellung grundsätzlich noch nicht mehr als drei Jahre außerhalb des Heimatlandes aufhalten. „Bildungsinländer“ oder Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft sind ausgeschlossen.
  • Nachweis der Gefährdung (durch eine Organisation wie Scholars at Risk). Scholars at Risk benötigt alle Unterlagen bis spätestens Anfang Februar.

Die Antragstellung läuft in Abstimmung mit den Lehrstühlen und in Kooperation mit weiteren TUM-Institutionen zentral über TUM ForTe. Falls Sie bzw. WissenschaftlerInnen Ihrer Fakultät gefährdete Forschende kennen, die die TUM für die diesjährige Ausschreibung nominieren könnte, setzen Sie sich bitte bis spätestens 15. Januar 2020 mit TUM ForTe in Verbindung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Alexander von Humboldt-Stiftung.